Sachsen in Vancouver

Sächsisches Haus in Vancouver erwartet 20 000 Gäste

http://www.lr-online.de, 11.12.2009

Wie bei den Olympischen Winterspielen 2006 in Turin wird es auch 2010 in Vancouver wieder ein Sächsisches Haus geben. Untergebracht ist der Treffpunkt für Sportler, Medien, Öffentlichkeit und Sponsoren im Gebäude des ältesten Ruderclubs der Stadt am Stanley Park.

Konzept wie in Turin


Wegen des begrenzten Zugangs zu den Räumlichkeiten werde zwischen dem 12. und dem 28. Februar 2010 mit etwa 20 000 Besuchern gerechnet, sagte der Geschäftsführer der Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS), Hans-Jürgen Goller, am Donnerstag in Dresden. In Turin waren rund 50 000 Gäste gekommen.

Das Haus solle für Sachsen als Reiseziel, Kulturzentrum, Sportland und Wirtschaftsstandort werben, sagte Goller. „Das Konzept ist ähnlich wie in Turin.“ Geöffnet werde mittags, nachts gegen zwei Uhr würden sich die Türen schließen. 25 Mitarbeiter aus dem Freistaat sollen vor allem kulinarische Akzente setzen.

Goller rechnet vor allem mit einheimischen und internationalen Besuchern. Die Olympiasieger Jens Weißflog (Skispringen) und Sylke Otto (Rodeln) wurden zu Botschaftern des Sächsischen Hauses ernannt.

Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) hat sich in Vancouver bereits als Gast angesagt. Während seines Aufenthaltes soll unter anderem ein Kooperationsvertrag zwischen Sachsens Museen und denen im kanadischen Bundesstaat British Columbia unterzeichnet werden.

Die TMGS verfüge für die Organisation über einen Finanzrahmen von etwa 700 000 Euro, sagte Wirtschaftsstaatssekretär Hartmut Fiedler.

Gut investiertes Geld


In Turin habe der Freistaat unterm Strich weniger als 200 000 Euro netto für das Sächsische Haus gezahlt. „Dieses Geld ist gut investiert“, sagte Goller. Einige Sponsoren seien bereits gewonnen, mit anderen werde noch verhandelt. Eventuelle touristische oder wirtschaftliche Effekte ließen sich aber kaum berechnen, so Fiedler. dpa/ta
dpa/ta
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